BVDW-Studie: Marketing- und PR-Abteilungen bei Social Media Maßnahmen vorn
Social Media hat seinen Platz in deutschen Unternehmen gefunden. Vor allem in den Fachbereichen Marketing und Public Relations gehören diesbezügliche Maßnahmen zum Geschäftsalltag. Dies ist das Ergebnis der Umfrage “Social Media in Unternehmen”, die der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. durchgeführt hat. Sie setzt sich zum Ziel, allen Marktteilnehmern der digitalen Wirtschaft einen besseren Einblick in die Social Media Aktivitäten der werbungtreibenden Unternehmen zu gewähren.
Lange herrschte Skepsis, was die “Berechtigung” von Social Media in deutschen Unternehmen betrifft. Dieses Blatt scheint sich jedoch gewendet zu haben, denn Social Media gehören mittlerweile in vielen Firmen zum Unternehmensalltag.
Die Ergebnisse der Umfrage im Überblick
1. Abteilungen
Am häufigsten sind die Fachbereiche Marketing und Public Relations mit der Planung und Umsetzung von Social Media Maßnahmen betraut. Rund zwei Drittel der Befragten sprechen sich für die höchste Zuständigkeit dieser beiden Bereiche aus. An dritter Stelle folgt mit 38 Prozent die Geschäftsführung in der Rolle als Initiator und mit 42 Prozent als Planer für den Einsatz von Social Media. Auf den hinteren Plätzen erst landen Vertrieb, Einkauf oder die Personalabteilung.
2. Einsatzgebiete
Social Media finden in folgenden Aufgaben Einsatz:
- Pressearbeit: 73,6%
- Kundenbindung: 59,5%
- Online Reputation Management: 51,3%
- Informationsgewinnung / Marktforschung: 46,6%
3. Bedeutsame Ziele bzw. Gründe für den Einsatz
Diese Gründe wurden von den Befragten für ihr Social Media-Engagement mit hoher bzw. sehr hoher Bedeutung angegeben:
- Steigerung der Bekanntheit (85%)
- Imageverbesserung (81,5%)
- Erschließung neuer Zielgruppen (74%)
- stärkere Kundenbindung (72,4%)
4. Social Media Monitoring
Nur 46,6 Prozent messen ihre Social Media Aktivitäten. Davon messen gelegentlich bis regelmäßig die eigenen Social Media Aktivitäten
- 96,7 Prozent anhand vorhandener Messzahlen
- 93,5 Prozent durch Beobachtung und Monitoring
- 29,8 Prozent nutzen externe Befragungen im Sinne von Marktforschung
- 39,8 Prozent zeigen reges Interesse an Social Media Monitoring
- 13,5 Prozent haben kein Interesse daran
5. Neueinstellungen
38,2 Prozent der befragten Unternehmen beschäftigen spezielle Mitarbeiter, die sich ausschließlich Aufgaben im Bereich Social Media widmen. Etwas mehr als ein Drittel sind jedoch nicht in einer eigenen Social Media Abteilung tätig.
Die meisten Unternehmen (76,2%) planen in den nächsten zwölf Monaten keine Einstellung einer speziellen Social Media Fachkraft. Nur knapp 13 Prozent wollen die Stelle neu schaffen. Die Mehrheit der Unternehmen (61%) griff in diesem Bereich bereits auf die Unterstützung externer Dienstleister zurück. Sie scheinen für viele die beste Möglichkeit zu sein, um Social Media Projekte trotz fehlender interner Ressourcen umzusetzen.
6. Fortbildungsmaßnahmen
Anstatt Neueinstellungen im Social Media Bereich vorzunehmen, setzen rund 62 Prozent der befragten Unternehmen auf die Fortbildung ihrer Mitarbeiter mittels Workshops, Schulungen und Seminaren. Das Studium kommt aufgrund des relativ hohen zeitlichen und finanziellen Aufwands sowie der in diesem Bereich noch wenig spezialisierten Studiengänge nur für rund zwei Prozent als Weiterbildungsmaßnahme infrage.
Social Media Guidelines sollen in 58,2 Prozent der Fälle in Eigenregie erstellt werden. Nur acht Prozent beauftragen externe Dienstleister mit der Erstellung.
Zur Methodik:
Die Auswertungen basieren auf den Antworten einer Teilstichprobe von 136 Anwendern, die Social Media in ihrem Unternehmen nutzen.
Weitere methodische Hinweise sowie die Studienergebnisse im Einzelnen






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