Jeder Klick ein Fußabdruck: Die unterschätzten Folgen von Web-Aktivitäten auf die Online Reputation
Jeder Klick ein Fußabdruck. Jeder einzelne beeinflusst die Online Reputation © seasonal art - Fotolia.com
Offensichtlich unterschätzen viele Menschen die Folgen, die ihre Internet-Aktivitäten für die (Online) Reputation haben können. Allzu leichtsinnig geben sie Details von sich und ihren Interessen preis, die sie im normalen Leben niemals öffentlich bekannt geben würden. Dies jedoch kann weitreichende Folgen für die private und berufliche Zukunft haben. Eine Umfrage, die im Auftrag von Microsoft anlässlich des Europäischen Datenschutztages durchgeführt wurde, liefert interessante Zahlen und Fakten zum Thema.
Reputation als Folge der Informationssuche im Web
Urteile über eine Person werden heute nicht mehr nur im persönlichen Miteinander gefällt, sondern anhand der Informationen, die man im Web über sie findet - und das sind eine ganze Menge!
Eigentlich kann man sagen, dass jeder Klick eine Art Fußabdruck bildet. Sei es das “Gefällt mir” bei Facebook oder das “+1″ bei Google+, seien es der “Retweet”, hochgeladene Bilder oder der Lebenslauf auf Xing: Nimmt man alle Fußabdrücke zusammen, dann hat man bereits ein ganz gutes Bild einer Person. Doch ist dies auch das richtige? Das vom User beabsichtigte und für seine privaten und beruflichen Zwecke dienliches Bild?
Die Microsoft-Umfrage zur Online Reputation
Sicher nicht immer. Die Umfrage zur Online Reputation, die im Auftrag von Microsoft durchgeführt wurde, förderte jetzt zu Tage, dass weniger als die Hälfte der Internet-User die langfristigen Folgen ihrer Web-Aktivitäten auf die Online Reputation bedenken. Bereits 16 Prozent der deutschen Nutzer geben an, dass sie schon einmal negative Konsequenzen durch das Verhalten anderer im Web erfahren haben.
Immerhin ergreifen laut Studie die meisten deutschen Internetnutzer (95%) Vorkehrungen, um ihre Online-Profile zu verwalten. Erschreckend aber: Lediglich 49 Prozent der Erwachsenen und 39 Prozent der Kinder und Jugendlichen berücksichtigen die langfristigen Auswirkungen ihrer Web-Aktivitäten auf die Online Reputation.
Zur Studie: Für die Studie wurden 5000 Internetnutzer aus Deutschland, Irland, Spanien, Kanada und den USA befragt. Sie zeigt die unterschiedlichen Verhaltensweisen und Gewohnheiten, die User bei ihren Online-Aktivitäten an den Tag legen. Darüber hinaus untersucht sie die daraus resultierenden allgemeinen Auswirkungen auf Online-Profile und das Image einer Person.
Fazit: Die Zahlen der Studie verdeutlichen, dass in der Bevölkerung und speziell unter den im Internet aktiven Menschen großer Aufklärungsbedarf hinsichtlich der Eigenverantwortung, die jeder in Bezug auf seine Reputation trägt, besteht. Man weiß wohl “irgendwie”, dass die Fußabdrücke, die man im Web hinterlässt, dauerhaft und sichtbar sind. Welchen Risiken sich User aussetzen und welche Folgen Unbedachtheit aber tatsächlich für die eigene (Online) Reputation haben kann, scheint den meisten aber nicht bewusst.



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Ja, besonders für Jugendliche ist das eine gefährliche Angelegenheit. Erst SchülerVZ, dann StudiVZ, jetzt Facebook mit Timeline… Und die Eltern lasst man ja auch nicht gern kontrollieren… Da ist jede Initiative gut, die aufklärt.