Top-Liste E-Commerce: 9 Tipps für einen nutzerfreundlichen Footer


In vergangenen Zeiten von Online-Shops eher unbeachtet, gewinnt er jetzt an Bedeutung: der Footer, zu Deutsch “Fußzeile”. Ist er gut gelöst, ist bereits ein wichtiger Schritt in Sachen Usability getan - einem der wichtigsten Gebote im E-Commerce.

Oftmals sind die Conversionraten in vielen Online-Shops nicht so gut wie vom Website-Betreiber gewünscht. Dies hat häufig einen ganz bestimmten Grund: Der User kann die für ihn wichtigen Informationen - AGB, Impressum, Versandkosten und alles weitere Wichtige zum Unternehmen - nicht auf den ersten Blick finden, sondern muss irgendwo auf der Website danach suchen. Das ist nicht nutzerfreundlich, es fördert nicht das Vertrauen des potenziellen Kunden, sondern wird ihn im schlechtesten Fall noch vor Kaufabschluss dazu bewegen, die Website schnell wieder zu verlassen und zur Konkurrenz abzuwandern.

Wir haben Ihnen daher im Folgenden 9 Tipps zusammengestellt, wie Sie den Footer Ihres Online-Shops nutzerfreundlich gestalten und wie sie hier die für den Besucher wichtigen Informationen übersichtlich unterbringen:

Der Footer: Vertrauensbildungsmaßnahme und Informationsquelle in einem

1. Vertrauen bilden, wesentliche Informationen liefern

Bei internetworld.de schreibt Johannes Altmann in seinem Artikel “Die Macht des Footers”, dass die typische Dreispaltigkeit einer Website ausgedient habe. So diene jetzt die linke Randspalte häufig der Navigation und Kaufberatung durch Attributfilter. Die rechte Spalte entfällt. Und der neue Footer dient nun der Unterbringung aller Informationen, die der User für sein Kauferlebnis und zur Vertrauensbildung benötigt.

2. Übersichtlichkeit des Footers ist das A und O

Da im Footer sehr viele Informationen untergebracht werden, ist hier eine klare Gliederung oberstes Gebot. Als Beispiel führt Altmann das Portal tennis-point.de an. Die Betreiber haben den Footer klar in vier Spalten gegliedert: Informationen & Kontakt, Social Media, Auszeichnungen und Zertifikate und als vierte Spalte Zahlung und Versand. Diese Verfahrensweise bewirkt, dass zahlreiche Seiten und Unterseiten von zu vielen Elementen und Informationen befreit und auf das Wesentliche reduziert werden konnten. Ein weiterer wichtiger Schritt hin zur Usability.

Screenshot tennis-point.de: So kann ein übersichtlicher Footer aussehen

Elemente, die der Footer enthalten sollte

3. “Über uns”

Ein Menüpunkt, der Hintergrundinformationen zum Unternehmen liefert, ist zur Vertrauensbildung des potenziellen Kunden sehr wichtig. Zu folgenden Punkten sollten Sie daher ein paar Worte schreiben:

  • Unternehmen: Wo ist der Sitz? Seit wann existiert das Unternehmen? Worauf hat es sich spezialisiert?
  • Zielgruppe: Wen möchten Sie vorrangig mit Ihrem Online-Angebot ansprechen?
  • (Kern-)Kompetenzen: Wo liegen Ihre Erfahrungen und Ihre Stärken? Was haben Sie bisher erreicht?
  • Team: Auch das ist wichtig - es verleiht dem Online-Shop nämlich Gesicht und Persönlichkeit und fördert so das Vertrauen des Besuchers: Wie ist das Team zusammengesetzt? Wie groß ist es? Und auf welchem Gebiet sind die Teammitglieder Spezialisten?

4. “Kontakt”

Der Besucher muss, wenn er möchte, sofort mit dem Website-Betreiber Kontakt aufnehmen können. Zu diesem Zweck ist der sofort ersichtliche Menüpunkt “Kontakt” im Footer von hoher Wichtigkeit. Bieten Sie verschiedene Möglichkeiten der Kontaktaufnahme an: Über ein Kontaktformular, aber auch auf direktem Wege per E-Mail. Und ganz wichtig: Testen Sie die verschiedenen Möglichkeiten auf Ihre Nutzerfreundlichkeit und auf ihre Funktion. Nur dann können Sie einschätzen, ob die spätere Kontaktaufnahme von Seiten des Users eher unkompliziert vonstatten geht oder mit Frustration verbunden ist.

5. “Datenschutz”

Speichert Ihre Website sensible Daten, dann ist vor allem ein Datenschutz-Hinweis zum Zweck der Daten-Erhebung und -Speicherung sowie zur Nutzung sehr wichtig. Fassen Sie diese Punkte, ebenso wie alle anderen wichtigen Aspekte zu diesem Thema, im Footer unter dem Menüpunkt “Datenschutz” zusammen. Auf diese Weise gehen Sie ganz offen mit einem sehr sensiblen Thema um. Das zeugt von Transparenz und schafft Vertrauen.

6. “Sitemap”

Auch ein Menüpunkt “Sitemap” ist sehr praktisch. Er führt zu einer Angebots-Übersicht der gesamten Website und bewahrt den Besucher vor langem Suchen, Anklicken und Scrollen. Ohnehin ist es so, dass User bei ihrer Suche nach einer bestimmten Information auf einer Website meist von oben nach unten scrollen. Eine Sitemap im Footer ist da äußerst hilfreich und sinnvoll.

7. Footer nicht mit grafischen Elementen überladen

Der Usability ist es nicht zuträglich, wenn der Footer von irgendwelchen Flash-Grafiken “verschönert” wird. Ebenso sollten Farben nach Möglichkeit sparsam eingesetzt werden. Der Footer sollte schlicht und übersichtlich sein, und da gilt: weniger bunt, mehr wesentliche Information.

8. AGB und Impressum

Nicht zu vergessen sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und das Impressum. Auch wenn diese Informationen wie ganz selbstverständlich im Footer enthalten sein müssten, sollen sie hier der Vollständigkeit halber nicht fehlen.

9. Zahlarten & Versandkosten

Wie im Beispiel tennis-point.de gut in die Tag umgesetzt, sollte auch mit den Zahlarten und den Versandkosten sehr transpartent umgegangen werden. Nur wenn der potenzielle Kunde sofort erkennt, was ihn der Kauf insgesamt kostet, wer die Versandpartner sind und welche Zahlarten angeboten werden, wird er seinen Kaufprozess ungehindert und voller Vertrauen fortsetzen.

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1 Kommentar

  1. Tanja Handl sagt:

    Sehr solide Tipps für einen guten und vollständigen Footer. Danke!

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