Trigger-Mails: Personalisierte Kundenansprache zum richtigen Zeitpunkt
Die passende E-Mail zum richtigen Zeitpunkt - im Marketing schon “die halbe Miete”. Entspricht eine E-Mail nämlich dem aktuellen Bedürfnis oder Interesse des Empfängers, dann erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Response deutlich.
Auf diesen Effekt zielen Trigger-Mails (deutsch: Auslöser-Mails) ab: Ein bestimmter Anlass, wie der Geburtstag oder der anstehende Ersatzkauf eines Produkts löst den automatischen Versand aus. Der Kunde erkennt für sich die Relevanz der E-Mail, öffnet sie und folgt im besten Falle auch noch dem darin enthaltenen Call to Action. Richtig eingesetzt, sind Trigger-Mails also ein äußerst effektives Marketing-Instrument.
Vorteile von Trigger-Mails
- Hohe Relevanz für den Empfänger
Da sich die Botschaft einer Trigger-Mail auf ein den Kunden betreffendes Ereignis bezieht, ist dessen Aufmerksamkeit zum Zeitpunkt des Empfangs sehr hoch.
- Hohe Öffnungsrate
Mit der hohen Relevanz, die eine Trigger-Mail für den Empfänger hat, geht in der Regel auch eine hohe Öffnungs- und Klickrate einher. Und damit wiederum erhöht sich die Chance auf eine Konversion.
Tipps für den Einsatz von Trigger-Mails
Auch wenn Trigger-Mails auf eine im E-Mail Marketing vergleichsweise hohe Akzeptanz stoßen, so sollten Unternehmen die Anlässe für den Versand dennoch gut auswählen. Erhält ein Kunde nämlich zu jedem mehr oder weniger wichtigen Anlass eine E-Mail, so wird die Aufmerksamkeit, ebenso wie die Öffnungs- und Klickrate mit der Zeit möglicherweise wieder sinken.
Folgende Anlässe sind für den Versand einer anlass-bezogenen E-Mail sinnvoll:
Ein klassisches Beispiel für eine Trigger-Mail ist die Begrüßungsnachricht nach einer Registrierung für einen Newsletter oder der Versand des Newsletters am Tag nach der Registrierung. Auch eine Glückwunsch-Mail zum Geburtstag, eventuell verbunden mit einem passgenauen Angebot, ist heutzutage schon recht gängig.
Wer die Kaufprozesse seiner Kunden dokumentiert, weiß nicht nur, was diese regelmäßig kaufen. Er kann auch absehen, wann der Zeitpunkt gekommen sein dürfte, dass das Produkt aufgebraucht ist und der baldige Kauf eines neuen Produkts ansteht. Und da man nicht möchte, dass der Kunde das Ersatz-Produkt bei der Konkurrenz kauft, macht es Sinn, sich mit einer Trigger-Mail als bereits vertraute Marke in Erinnerung zu rufen.
Weiterhin ist es möglich, den Kunden nach dem Kauf mit weiterführenden Tipps rund um das Produkt zu versorgen. Hat er beispielsweise ein elektronisches Gerät wie ein iPhone oder iPad gekauft, so können Sie ihn über passendes Zubehör informieren.
Auch für die Erinnerung an bestimmte Termine eignen sich Trigger-Mails. Planen Sie ein Event, für das Sie bereits Einladungen verschickt haben? Dann senden Sie einige Tage (und vielleicht nochmals 1-2 Tage vorher) vor der Veranstaltung eine anlass-bezogene E-Mail, die nochmals auf den Termin hinweist.
Wie kommen Sie an relevante Kundendaten?
A und O für eine effektive Trigger-Mail sind Kundendaten. Denn ohne sie auch keine anlass-bezogene Mail! Während bei Stammkunden relevante Daten, wie der Geburtstag, aber auch der letzte Einkauf oder häufig gekaufte Produkte vorliegen, müssen sie bei Neukunden erst erfasst werden. Am besten ist es daher, wenn direkt bei der Registrierung die persönlichen Daten sowie die Interessen abgefragt werden.
Doch Achtung: Sie müssen den Kunden über die Verwendung seiner Daten und die Möglichkeit zum Wiederruf vollständig aufklären. Das schreibt nicht nur das Gesetz vor. Es stärkt auch das Vertrauen des Kunden und wird ihn veranlassen, mehr Informationen über sich preiszugeben.



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Schöner Artikel! Etwas zu wenig wird auf den Inhalt von Trigger Mails eingegangen. Diese sollten aus Sicht des Empfängers unbedingt einen hohen Nutzwert haben. Reine Reklame hat nur ein einziges einmal eine hohe Öffnungsrate.
Ach ja, genau wie bei E-Mail-Newsletter benötrigen Versender auch für Trigger Mails ein Opt-in, wenn diese Werbung beinhalten.
Guter Artikel!
Trigger Mails sind in der Tat eine starke Waffe, die häufig unterschätzt wird, was mir in diesem Beitrag noch fehlt, ist die persönliche Ansprache beim Newsletter, das ja inzwischen möglich ist!
(ich kann mir z.B. alle Kunden rauspicken, die auf diesen Link von Produkt x geklickt haben und dann ihnen ein persönliches Angebot mit sagen wir einem persönlichen Rabatt für genau dieses Produkt machen.
Auch ist bisher völlig untergegangen: Namenstage… genail, man kann das ganze automatisieren und hat trotzdem einen guten Grund den Kunden direkt anzusprechen!